Das Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Josef Pötter in Gronau-Epe besteht seit 80 Jahren. Heute führt der Enkel des Firmengründers, Matthias Pötter, den Betrieb mit fast 90 Mitarbeitern und kann zum runden Geburtstag stolz auf ein ebenso breit wie zeitgemäß aufgestelltes Unternehmen blicken.

 

Die Gestaltung von Gärten ist Kunst und Handwerk gleichermaßen; Kunst, weil es darum geht, mit Pflanzen und Materialien Räume zu gestalten und Bilder zu kreieren. Handwerk, weil umfangreiches Know-how aus einer ganzen Reihe von Bereichen notwendig ist, damit das Kunstwerk Garten nachhaltig schön und von Dauer ist. Das ist kein Widerspruch, aber eine große Herausforderung.

Wer sich einmal ein Bild davon machen möchte, wie ein moderner Gartenbaubetrieb diese Verbindung aus Kreativität und Fachkompetenz optimal umsetzt, sollte einmal bei Josef Pötter in Gronau-Epe vorbeischauen. Garten-, Landschafts- und Golfplatzbau sind die Geschäftsfelder des Familienunternehmens, das mit seinen 90 Mitarbeitern heute zu den großen seiner Branche in der Region gehört. Natürlich wird auch da gepflanzt, gejätet und gewässert, aber hoch professionell und spezialisiert. Deshalb sind die drei Geschäftsfelder, die sich im Laufe der 80-jährigen Unternehmensgeschichte herausgebildet haben, auch klar getrennt – und natürlich legt man bei Pötter in allen drei Geschäftsbereichen größten Wert auf hochwertige Leistungen.

Deshalb schloss man sich etwa im Bereich Privatgartengestaltung schon vor Jahren den Gärtnern von Eden an. Dieser genossenschaftliche Zusammenschluss vereint derzeit rund 50 Gartengestalter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter seinem Dach. Wer sich um die Mitgliedschaft bewirbt, muss höchste Qualität in den Bereichen Planung, Anlage und Pflege individueller privater Gärten nachweisen. Zu dieser Gruppe zu gehören, ist also ein eindeutiger Qualitätsnachweis. Unter der Marke Gärtner von Eden entstehen bei Josef Pötter wunderschöne private Gartenparadiese – vom Reihenhausgarten bis zur parkähnlichen Anlage – passgenau zugeschnitten auf die Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden. Besondere Expertise entwickelte das Unternehmen beim Bau von Bio-Pools. Diese spezielle Spielart des Badegewässers kommt optisch wie ein klassischer Swimmingpool daher, setzt aber ganz auf natürliche Wasseraufbereitung – ein komplexes System, dessen fachgerechter Einbau und Pflege viel Know-how erfordert.

Neben dem Bau und der Pflege von Wassergärten reicht das Leistungsspektrum von Josef Pötter im Privatgartenbereich von der Planung und Umsetzung kompletter Neuanlagen über die Gartenrenovierung bis hin zu einer fachkundigen und serviceorientierten Pflege. Überhaupt: Wesentlicher Bestandteil der Gärtner-von-Eden-Philosophie ist ein ausgeprägtes Servicedenken, das man bei Josef Pötter zum Firmencredo erhoben und sich damit das Vertrauen der Kunden verdient hat.

Das gilt im Übrigen genauso für den zweiten Unternehmensbereich, den Landschaftsbau. Darunter fallen Planung, Anlage und auch Pflege öffentlicher und gewerblicher Grünflächen. Aufträge wie die Gestaltung der Außenanlagen der EON-Zentrale in Essen zeigen, dass Josef Pötter auch in diesem Bereich nicht nur regional in der ersten Liga spielt.

Als wirklichen Meilenstein der Firmengeschichte bezeichnet Matthias Pötter die Entscheidung, sich neben dem klassischen Garten- und Landschafts- auch dem Golfplatzbau zu widmen. Seit 1986 ist das Unternehmen in dieser hochspezialisierten Branche tätig und hat damit die Phase der Popularisierung des einstigen Elitesports Golf und damit auch den Boom des Golfplatzbaus voll miterlebt. Mit dem Einstieg in den Golfplatzbau war im Laufe der Zeit auch der Schritt vom rein regional agierenden Gartenbauer hin auf die nationale Bühne verbunden. Seit er die Firmenleitung übernommen hat, setzt Matthias Pötter im Bereich Golfplatzbau bewusst auf ein internationales Team: Golfplatzspezialisten aus England, Irland und den USA gehören heute mit zur Belegschaft und kümmern sich um die Realisierung von Anlagen, die teils von internationalen Architekten geplant wurden. Neben der landschaftsgärtnerischen Arbeit konzipiert und realisiert Josef Pötter auch die komplexen Beregnunsgssysteme für die Plätze. Nicht weniger als 525 Greens stehen mittlerweile auf der Referenzliste von Josef Pötter – Tendenz steigend. Darunter so herausragende Anlagen wie die in Köln mit ihren 45 oder in Georgenthal mit 18 Spielbahnen, die im kommenden Frühjahr in den Vollbetrieb gehen wird. Doch damit ist die Arbeit des Pötter-Teams hier noch lange nicht abgeschlossen, denn die Pflege des Platzes wird auch in den kommenden Jahren von den Experten aus Gronau übernommen.

Neben der gezielten Zusammenarbeit mit international erfahrenen Spezialisten trägt das Familienunternehmen aber auch seit jeher selbst dafür Sorge, dass es ihm nicht an qualifiziertem Nachwuchs mangelt. Weit über 150 Auszubildende absolvierten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ihre Lehre bei Josef Pötter. Allein zum aktuellen Team gehören acht Auszubildende. Und auch die stetige Weiterqualifizierung aller seiner Mitarbeiter ist Matthias Pötter ein wichtiges Anliegen, schließlich bekommt auch sein Unternehmen bei allem regionalen Renommee den Fachkräftemangel im GaLaBau zu spüren. Da ist es wichtig, sich als Arbeitgeber dauerhaft attraktiv zu machen.

 

80 Jahre Pötter Zeitung

(v.l. Josef Pötter, Matthias Pötter, Philipp Bartels, Ludger Pötter)

 

Grüne Expertise in dritter Generation

1935 gründeten Josef Pötter und seine Frau Antonia ihr Gartenbauunternehmen, in das ihre beiden Söhne, Josef junior 1966 und Ludger 1973, eintraten. Gemeinsam mit dem Vater entwickelten die beiden Gärtnermeister das Unternehmen stetig weiter. Als sich der Firmengründer 1975 aus dem aktiven Geschäft zurückzog, übernahm Sohn Josef das Unternehmen. 1983 wandelte Josef Pötter junior das Unternehmen dann in eine GmbH um, deren Gesellschafter und Geschäftsführer er und sein Bruder Ludger wurden. Mit dem Sohn von Josef Pötter junior, Matthias Pötter, folgte 1998 dann die dritte Generation. Seit 2008 ist er Geschäftsführender Gesellschafter. Darüber hinaus verantwortet der Diplomingenieur der Landschaftsarchitektur die Geschäftsbereiche Golf und Golf Services. Josef Pötter junior fungiert auch nach seinem Rückzug aus dem aktiven Geschäft im Jahr 2013 weiterhin als Berater. Ihm folgte mit Philipp Bartels erstmals ein Nicht-Familienmitglied in der Geschäftsführung nach. Dieser verantwortet heute vor allem den Bereich Privatgartenbau unter der Marke Gärtner von Eden, während die Landschaftsbausparte unter der Leitung von Ludger Pötter steht. Dass man bei Pötter stets ein feines Gespür für die Entwicklungen des Marktes hat, zeigt auch der jüngst erfolgte Einstieg als Mitgesellschafter bei der Raumfabrik. Diese bietet ihren Kunden sämtliche Leistungen rund um das Thema Wohnen aus einer Hand und das auf höchstem fachlichem und ästhetischem Niveau.