Zusammen mit unserem Mitgliedsunternehmen, der euregio Personaldienstleistungen GmbH, fand am 31. Juni 2016 eine Veranstaltung zum Thema „Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes – Auswirkungen für Unternehmen“ statt.
Für alle, die nicht dabei sein konnten, fassen wir noch mal wichtige Eckpunkte des Abends zusammen:

 

  • Nach dem Gesetzentwurf beträgt zukünftig die Höchstüberlassungsdauer 18 Monate. Allerdings sind bei bestehenden Tarifverträgen oder besonderen Umständen auch längere Überlassungszeiten möglich. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.

 

  • Zu beachten ist auch, dass zukünftig formale Verträge für jeden einzelnen Arbeitnehmer vor dem Beginn der Tätigkeit abzuschließen sind. Sollte dies nicht erfolgen, kann es dadurch bei Aufnahme der Arbeit zu einer sofortigen Festanstellung führen.

 

  • Unter dem Stichwort Equal Pay muss künftig nach einer Einarbeitungszeit eine gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit erfolgen. Hier hat der Gesetzgeber aber im Entwurf keine Angaben gemacht, welche Gehaltsbestandteile der festangestellten Mitarbeiter für den Vergleich einbezogen werden müssen. Hier bleibt abzuwarten, ob der Gesetzgeber im endgültigen Entwurf noch eine Präzisierung vornimmt.

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Wir danken Neno Pajic, geschäftsführender Gesellschafter der euregio Personaldienstleistungen GmbH und Anees Butt, Syndikus der euregio Personaldienstleistungen GmbH und Lehrbeauftragter der Westfälischen Hochschule Bocholt im Bereich Wirtschaftsrecht für den Einblick in das Themenfeld.

 

Jetzt schon vormerken

Die Informationen des Abends basieren auf dem Referentenentwurf, der in den Bundestag eingebracht wurde.  Es ist davon auszugehen, dass noch einige Änderungen erfolgen werden. Deshalb bieten der AIW und euregio Personaldienstleistungen nach Verabschiedung des Gesetzes und der damit dann endgültig vorliegenden Formulierung eine weitere Informationsveranstaltung an, zu der frühzeitig eingeladen wird.