Dr. Michael Pietsch, Geschäftsführender Gesellschafter der Pietsch Unternehmensgruppe, begrüßte die mehr als 50 Gäste ganz herzlich zur „Ahauser Frühschicht“ und stellte das in dritter Generation geführte Familienunternehmen vor. Nicht ohne Stolz verwies Dr. Pietsch auf den „Großen Preis des Mittelstands“ mit dem die Unternehmensgruppe 2017 ausgezeichnet wurde und damit zu den vier Preisträgern aus NRW gehörte.

Beim Thema ‚Fachkräftemangel‘ wird es auch für die Stadt Ahaus hin und wieder ‚eng‘, erklärte Bürgermeisterin Karola Voß in Ihrem Begrüßungswort. Neue Ingenieure und Feuerwehrleute sind nur schwer zu finden. Sie betonte, dass alle Unternehmen und Organisationen gut beraten sind, wenn sie in Sachen Mitarbeiterführung neue Wege gehen und innovative Ansätze im Personalmarketing erproben.

„Personalmarketing – früher, heute, morgen“ war das Thema von Klaus Harpering, Bereichsleiter Personal, der einen beeindruckenden Überblick über die zahlreichen Aktivitäten bei der Pietsch Unternehmensgruppe gab. Personalmanagement ist eine langfristige Strategie, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

„Wachstum von innen heraus“

lautet das gelebte Motto mit dem das Fundament im Unternehmen gefestigt und ausgebaut wird. Menschliche Reife und fachliche Professionalität sind die beiden Hauptsäulen der Unternehmensphilosophie, wobei die Wertschätzung des Einzelnen im Fokus steht. Blickt man auf einige Zahlen – 3.500 Bewerbungen auf 52 Ausbildungsplätze im letzten Jahr – scheint der Plan aufzugehen. Aber, so Harpering, wir haben echte Probleme beim Nachwuchs bei den Lagerlogistikern und Kraftfahrern.

„‘Employer Branding‘ in Zeiten des Fachkräftemangels“ ist eine große Herausforderung für die Unternehmen im Westmünsterland. Andreas Brill, Geschäftsführer im AIW Unternehmensverband, stellte dar, dass sich der Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt gewandelt hat. Das heißt, dass sich die Unternehmen im Wettbewerb befinden. Ein zentrales Element der Arbeitgebermarkenbildung ist die gelebte Kultur: Wie handeln und kommunizieren Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstand? Heute heißt es, eine eigene Unternehmenskultur entwickeln und dabei authentisch, ehrlich und konsequent bleiben.

„Kinderbetreuung für Unternehmen am Beispiel der Kita Rasselbande“ ist ein zeitgemäßes Konzept, das eine echte Option darstellen kann. Angelika Kirstein, Geschäftsführerin, do.it projekt – management GmbH & Co. KG, zeigte die Vorteile auf, die das Modell bietet: Familiendienst, Zubuchungen, Ferienbetreuung, Spontanbetreuung, Back Office u.v.m.. Dabei geht es nicht allein um Kinderbetreuung, sondern vielmehr um den ganzen Themenkomplex ‚Leben und Arbeiten‘. Familienfreundliche Personalpolitik, so Kristein, ist längst ein betriebswirtschaftliches Thema, nur ist man noch längst nicht im Segment ‚Kundenorientierung‘ angekommen. Mit der Rasselbande wird ein umfassendes und dynamisches Konzept geboten, das sowohl die Bedürfnisse der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber berücksichtigt. Das Wohl der Kinder steht natürlich im Vordergrund, so dass auch ganz klare Grenzen definiert sind.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden und freuen uns auf die nächste Frühschicht in Ahaus!

Ihr AIW