Ambiguität aushalten, Verantwortung gestalten:
Wie können wir mit strukturell eminenten Konfliktfeldern umgehen, die nicht aufzulösen sind?
Ambiguität gehört zum Kern moderner Führung – und insbesondere Frauen in Führungspositionen erleben sie häufig als ein Spannungsfeld widersprüchlicher Erwartungen, die sich nicht vollständig auflösen lassen. Zwischen Durchsetzungsstärke und Empathie, Klarheit und Anschlussfähigkeit sowie Leistungsanspruch und Zuschreibungen von außen entstehen Konfliktfelder, die oft gleichzeitig wirksam sind – und dauerhaft bestehen bleiben.
Im Rahmen der Interessengruppe Frauen in Führung widmen wir uns diesen Dynamiken:
- Wie gehen wir mit Erwartungen um, die sich gegenseitig ausschließen – sowohl aus dem organisationalen Umfeld als auch aus dem eigenen Anspruch heraus?
- Welche Strategien helfen, in diesen Spannungsfeldern handlungsfähig zu bleiben, ohne sich selbst zu verlieren?
- Wie kann Verantwortung gestaltet werden, wenn es keine „richtige“ Lösung gibt, sondern nur bewusste Entscheidungen im Umgang mit Widersprüchen?
In einem Impuls gibt Prof. Dr. Eberhard Nöfer Denkanstöße und eröffnet Raum für eine offene, differenzierte Diskussion über Führung und Verantwortung.
Seine langjährige Erfahrung in Führungspositionen vereint Prof. Dr. Eberhard Nöfer mit seiner Tätigkeit als Hochschullehrer für Management und Gesundheitsförderung in Organisationen. Er kennt die praktischen Spannungsfelder von Führung ebenso wie deren theoretische Fundierung. In Forschung und Beratung befasst er sich mit der Frage, wie Führung unter komplexen und widersprüchlichen Bedingungen gelingen kann – jenseits einfacher Rezepte und standardisierter Lösungen.
Als Moderatorin wird wieder Sandra Bönning, Expertin für Organisationsentwicklung, den Austausch begleiten.
Für nicht AIW-Mitglieder ist eine Teilnahme auf Einladung oder als Gast eines Mitglieds möglich. Gerne können Sie sich an die Geschäftsstelle wenden.