[singlepic id=671 w=320 h=240 float=left]„Zukünftige Anforderungen an Breitbandnetze“ waren das Thema des letzten Regionaltreffens des AIW im Schloss Velen. Bei diesem Treffen stellte Stephan Klaus, Geschäftsführer der BORnet GmbH, die Ausbaupläne des regionalen Telekommunikationsanbieters im westlichen Münsterland vor. Er machte vor allem deutlich, dass es sich bei diesen Projekten in erster Linie um Infrastrukturprojekte handelt. Schnelles Internet sei dabei nur ein Dienst von vielen, der über solche Hochgeschwindigkeitsnetze aus Glasfaser zur Verfügung gestellt werden kann. Diese so genannten FTTH-Netze, bei denen anstelle des heute üblichen Kupferkabels ein Glasfaserkabel bis in jeden Haushalt geführt wird, reichen aus, um in den nächsten Jahrzehnten alle Anforderungen an Datenleitungen zu erfüllen.
Für die ländlichen Regionen wie das Münsterland ist es schwierig, Investoren zu finden, die bereit sind in Glasfaserprojekte zu investieren. Die BORnet hat es geschafft, gemeinsam mit Investoren ein Geschäftsmodell genau für diese Region zu entwickeln. Das Vorgehen der BORnet ist in der Regel immer ähnlich. Zunächst werden in einem Ort die Wohngebiete erschlossen. Hierzu gibt es allerdings eine Voraussetzung: 40 % aller anschließbaren Haushalte müssen sich innerhalb eines bestimmten Zeitraumes für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Nur dann kann das Projekt auch realisiert werden. Anschließend folgen dann mit einem ähnlichen Konzept auch die jeweiligen Gewerbegebiete. Gerade dort ist eine gute Kommunikations-Infrastruktur wichtig, um am technischen Fortschritt in vollem Maße teilzuhaben und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mit einem Glasfaseranschluss profitiert der Kunde von ganz unterschiedlichen Vorteilen. Neben einer modernen, zukunftssicheren Technologie profitiert man schon jetzt von sehr schnellen Datenübertragungsmöglichkeiten (bis zu 1.000 Mbit pro Sekunde). Dies gilt sowohl für die sogenannte Up- wie auch die Downloadgeschwindigkeit. Eine Glasfaser überträgt die Daten nicht mehr mit elektrischen Impulsen sondern mit Lichtsignalen – mit Lichtgeschwindigkeit eben. Die Dienste, die über diese Netzte genutzt werden können gehen schon heute über die normale Nutzung von Internet hinaus. Zukünftig wird es unzählige Anwendung z.B. aus dem Bereich medizinscher Versorgung geben, die es auch Regionen wie dem Münsterland ermöglichen am technischen Fortschritt im vollen Maße teilzuhaben. 

Klaus stellte außerdem dar, dass ein weiterer wesentlicher Aspekt der Werterhalt einer Immobilie ist. Zukünftig würde ein fehlender Breitbandanschluss ähnliche Auswirkungen haben, als hätte heute eine Immobilie einen Stromanschluss, der eine gleichzeitige Nutzung von Waschmaschine und Fernseher nicht zuließe.[singlepic id=681 w=320 h=240 float=right]