Spannende zwei Stunden erlebten die Gäste in einem Gespräch mit Otto Deppe, dem deutschen Journalisten und Fernsehmoderator, der unter anderem Moderator der ARD Tagesthemen war.

Zu Beginn führte er seinen Lebensweg auf, der ihn oft zufällig in die nächste spannende Aufgabe führte. So wurde er beispielsweise einziger deutscher Reporter in Cape Canaveral bei den Apolloflügen und der Mondlandung.

Hauptthema des Abends war es aber, wie sich die Art und Weise der Interviews und die Berichterstattung in den Medien im Laufe der Zeit verändert haben. Dies ist dem wachsenden Konkurrenzdruck geschuldet, aber auch der geringer werdenden Anzahl an Journalisten. War früher noch deutlich mehr Zeit, ein Thema gründlich zu recherchieren, muss heute die Nachricht schnellstmöglich veröffentlicht werden, bevor der Wettbewerb damit herauskommt. Das geht dann oft zu Lasten der Qualität.

So werden heute in Berichten oft Originaltöne aneinandergereiht und kein Interview oder Gespräch geführt. Dabei kann es dazu kommen, dass aus den abgegebenen Originaltönen Passagen verwendet werden, die der angestrebten Tendenz eines Berichtes entsprechen. Oftmals dann noch verstärkt durch verbindende Kommentare des Reporters.

Wie unterschiedlich Fragestellungen und Statements zu der gleichen Tatsache aussehen können, führte Otto Deppe an Hand einiger Beispiele vor. Er gab dann auch Tipps, wie man gerade in kritischen Situationen mit der Presse umgehen kann, ohne negativ dargestellt werden zu können.

Es waren zwei mehr als spannende Stunden bei der Urenco in Gronau. Dr. Chris Breuer hatte den Kontakt hergestellt und die Veranstaltung ermöglicht. Eine Veranstaltung, die nach Aussage von Teilnehmern durchaus noch länger hätte dauern dürfen.

Vielen Dank an unseren Gastgeber!