Megatrends + Digitalisierung + Heimat … Das waren die Highlights beim gut besuchten Business Lunch SPECIAL bei Tobit.Software in Ahaus am 7. Juni. Vor rund 80 Gästen trat Gründer und Geschäftsführer Tobias Groten auf die Bühne und beschwerte sich erst mal – natürlich mit einem Augenzwinkern – darüber, dass er wohl der ‚Quotenmann‘ sei und dann sprechen die beiden Referentinnen vor ihm auch noch über Digitalisierung und er nicht …

Gerade die fortschreitende Globalisierung schafft bei den Menschen ein besonderes Heimatgefühl! Und so wird der Begriff ‚Heimat‘ derzeit wieder inflationär benutzt. In seinem Vortrag zum Thema „Heimat“ stellte Tobias Groten die Ergebnisse einer groß angelegten Deutschland-Studie der Prognos AG vor, die sich mit den Lebensbedingungen in der ganzen Republik beschäftigt. Bei den 401 Kreisen und kreisfreien Städten ist München Spitzenreiter und Gelsenkirchen Schlusslicht. In den Kategorien „Arbeit & Wohnen“, „Gesundheit & Sicherheit“ sowie „Freizeit & Natur“ wurden insgesamt 53 Indikatoren bewertet, die Aufschluss darüber geben, ob unsere Region besonders lebenswert ist oder nicht.

Der Kreis Borken erreicht im Durchschnitt 150 von 300 möglichen Punkten. NRW steht also gar nicht so gut da, wie man vermuten möchte. Hat man doch als ‚Eingeborener‘ den Eindruck, dass die ländlich geprägte Naturlandschaft, eine niedrige Arbeitslosenquote und die Bodenständigkeit der Menschen ein Garant für Lebensqualität sind. Aber was genau bedeutet das eigentlich, wenn man sich die Zahlen im Einzelnen anschaut. Und ist das jetzt gut oder schlecht?

Gut ist auf jeden Fall, wenn sich gerade die Unternehmen in ihrer Heimat engagieren und im Zeichen von ‚Corporate Citizenship‘ dafür sorgen, dass sie ein lebenswerter Fleck ist, wird und bleibt. Der Appell von Tobias Groten lautet also

„Tu was für deine Stadt!“ und finanziere gute Aktionen. Tobias Groten schlug vor 5 Prozent der Bruttolohnsumme für Projekte in der Stadt zu spenden.

Die junge sog. ‚Genreration Y‘ tickt einfach anders. Das heißgeliebte Auto ist nicht mehr Statussymbol, sondern eben einfach nur Transportmittel, um von A nach B zu kommen. Car-Sharing ist angesagt, das lässt sich dann auch direkt in der persönlichen CO2-Bilanz auf der Haben-Seite verbuchen. Hätten Sie gedacht, dass Afrika zu den Wirtschaftsgewinnern des 21. Jahrhunderts gehört? Oder, dass die Chinesen ihr ‚Billig-Image‘ satt haben und ‚Made in China‘ zu einem neuen Qualitätssiegel machen wollen? Über diese und andere „Megatrends“ wie Neo-Ökologie, Female Shift oder New Work berichtete Ulrike Löwe, von Löwe & Team. Ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit, ist das, was sich alle Organisationen auf die Fahnen schreiben müssen, um bei den rasanten gesellschaftlichen und technischen Veränderungen am Ball zu bleiben.

Im Anschluss stellte Inken Steinhauser von der WFG für den Kreis Borken dann die Frage „Sind wir noch zu retten?“ und hatte zum Glück viele positive Antworten im Gepäck. Aber Sie appellierte auch an die Unternehmen, denn den digitalen Wandel kann man nicht verhindern, man nimmt teil oder geht unter. Fehlendes Wissen der Führungskräfte und Mitarbeiter ist oft ein großes Hindernis. Auch ist der Glaube, dass Digitalisierung nicht notwendig ist, noch weit verbreitet. Wichtig ist, dass man sich nicht vom ganzen ‚Hype‘ nicht verrückt machen lässt.Experten raten, dass man die Chancen nutzen und dabei die Risiken verstehen und reduzieren sollte. Digitalisierung ist ein Tool, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern! Nutzen Sie die DNA der Digitalisierung!


„Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“
(Thorsten Dirks, CEO der Telefónica Deutschland AG)


Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Gastgeber, die Referenten und alle Beteiligten.

Wir freuen uns auf ein nächstes Mal!

Ihr AIW